SchmuDo - Mit Schuss in die Jagdsaison

Den Fasnachtsbeginn feierten dir Hirschen in zwei grösseren Gruppen entweder in Nottwil oder in Schlierbach. Zwei Hirsche verpassten den Zeitpunkt um nach Hause zu fahren und fanden sich im Snäcki zu Rösti und Speck wieder. 

Die Fasnacht begann bereits am Morgen mit dem Ständli im Kantonsspital Sursee, wobei Basscal und Bräuchi sich nicht rechtzeitig vom Bett trennen konnten. Da unser ältester Hirsch seinen 50. Wurftag feierte, organisierte seine zukünftige Hirschdame ein reichliches Apéro. Die Tour ging weiter in den Haselrein zu Familie Stocker, wo die Hirsche mit Speiss und Trank versorgt wurden. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank.

goslerball 2016 12 20160212 1658972451

Am Abend stand dann der eigene Ball im Park an. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, welche sich auch auszahlten. Der Abend wurde von lustigen und musikalischen Einlagen begleitete. Einige hatten jedoch mit ziemlich Lampenfieber zu kämpfen, welches jedoch mit unserem Hausschnaps bekämpft wurde. Die Wirkung zeigte sich auch noch Stunden später, als Buschi sich im Bett des Buebezögli wiederfand.
Einige verrückte Hirsche liessen den Abend an der Nagubar ausklingen.

Fasnachtsfreitag - Jagd in S'Chötz

Aus dem geplanten Ausklingen an der Nagubar, wurde eine spontane schlaflose, dafür trinkreiche Nacht. Dies war einigen Hirschen an den abgestumpften Hörner anzumerken. Der Freitag versprach viel Fussmarsch und setzte Spielausdauer voraus. Die ersten beiden Auftritte fanden im Nachbarsgehege im Surseepark statt.

Nach diesem Auftritt konnten sich die Hirsch auf viel Futter über den ganzen Nachmittag einstellen. Die erste Futterkrippe erwartete die Hirsche beim Festwirtenapéro, wo die Vereinsgeschichte revuen passiert wurde. Anschliessend mussten die Hirschen beim Auftritt im Altersheim extra laut spielen, damit auch die ältere Hirschgeneration unser Konzert geniessen konnte. Zwei junge Hirschdamen fühlten bereits die ersten Frühlingsgefühle, welche sie mit Burtselbäumen zum Ausdruck brachten. Den Abschluss der heutigen Ständlitour bildete der Auftritt bei Edith Töngli, welche die Hirsche von A-Z verwöhnte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von allen Hirschen.

Der Abschluss des Tages bildete das legendäre S'Chötz. Der alljährliche Näbuhornkongress stand auf dem Programm, bei welchem Tost Jroxler und Ronika Mogger erfolgreich in das Näbuhornregister aufgenommen wurden. Ein Hirsch erlag der Müdigkeit vor dem Halleneingang. Dies ist jedoch bei einem solch ereignisreichen Tag nicht verwunderlich. Ein andere Hirsch hatte zur späten Stunde noch reichlich Energie, welche er beim Jagen von Barpersonal los wurde. An eben jener Bar, fand er dann schliesslich auch seinen nächsten ungewöhnlichen Schlafplatz.
Der Hirschtransporter glich einem Taxi, da viele Auswärtige die Gelgenheit nutzten.

Fasnachtssamstag im Nachbarsgehege

Am Fasnachtssamstag mussten alle Hirsche früh aus ihren Ställen, da noch vor dem Schminken ein Ständli beim Spar auf dem Programm stand. Einigen war die vergangene Nacht noch ins Gesicht geschrieben und nicht wenige versteckten ihre kleinen Äuglein hinter einer Sonnenbrille. Nach dem Ständli wurden wir mit allerlei Leckereien von der Familie Friedrich verwöhnt, wobei sich die Ersten schon wieder an etwas Alkoholisches wagten. Wir freuten uns auch hier in unserem Hauptgehege allerhand bekannte Gesichter anzutreffen. Doch das Programm war auch an diesem Tag straff und deshalb mussten kurz darauf alle Hirsche bei unserem Schminkteam antraben.
Der nächste Programmpunkt war mit einem kleinen Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein verbunden – das alljährliche Ständli bei Familie Rogger. Die Putzequipe von diesem Tag war besonders fleissig und da das Reinigen des Hirschparks länger gedauert hat als erwartet und ein kurzer Zwischenhalt in unserem Stammlokal nicht umgangen werden kann, wurde eine Gruppe Hirsche von Ali mit seinem Transporter in die Länggasse gefahren. Nach getaner Arbeit durften wir ein feines Mittagessen geniessen - an dieser Stelle herzlichen Dank an die Familie Rogger. Während einige sich das eine oder andere Bier gönnten, verbrachten andere ihre Zeit beim «sönnelen» oder beim Spielen mit unserem Hirschnachwuchs.
monsterkonzert 2016 18 20160212 1939683893Bevor wir den Bus in unser Nachbargehege an das Monster im Städtli nahmen, heizten wir vor dem Restaurant Protos den Zuschauern nochmals richtig ein, was mit einer Runde Freigetränke von Ali quittiert wurde, herzlichen Dank!
Im Städtli durften wir zuerst vor dem El-Mosquito unser Bestes geben, bevor wir uns pünktlich um 18:00 zum Corso einstellten. Die Zeit dazwischen wurde in der Wöude-Bar genutzt. Nach einem chaotischen Corso waren wir froh, dass wir bei unseren zwei weiteren Auftritten im Städtli wieder zur gewohnten Form zurückfinden konnten. Die Nacht war noch lang, die Gosler verteilten sich und verweilten entweder noch im Städtli an zahlreichen Bars oder machten sich auf den Weg in die Mensa in die legendäre Postbar, wo die Nacht zum Tag gemacht wurde.

Fasnachtssonntag - In eigener Sache

Am Sonntag konnten alle Hirsche ausschlafen, da wie jedes Jahr unsere zwei Anlässe die Kinderfasnacht und am Abend das GuuggAIR auf dem Programm standen. Um Punkt 13:00 versammelten sich alle Gosler auf unserem Festgelände, um die letzten Vorbereitungen für die Kinderfasnacht zu treffen. Es wurden Spielgeräte aufgestellt, die Festwirtschaft vorbereitet oder Ballone aufgeblasen. Um 14:00 Uhr startete die Kinderfasnacht. Die Kinder und ihre Eltern konnten von verschiedenen Spielangeboten profitieren, sich in der Festwirtschaft verpflegen und am Schluss wurden besonders ausgefallene Kostüme prämiert. Es war wieder Mal erstaunlich wie kreative und tolle Kostüme bei Gross und Klein zu bestaunen waren. Dazwischen konnten sich die Besucher der Kinderfasnacht an den Tönen der Sooregosler und den NOTeTUtern erfreuen.
Der Übergang zwischen der Kinderfasnacht und dem GuuggAIR war fliessend und durch die Unterstützung fleissiger Helfer konnten für den Abend die verschiedenen Lokalitäten eingerichtet werden. Die Auftritte auf der Aussenbühne starteten um 18:00 Uhr. 12 Guuggen lösten sich musikalisch ab, während im Jägerhuus, in der Schnapshötte, an der Nagubar, im HirschBARk und an der Shotbar fleissig konsumiert wurde. Im Jägerhuus wurden die Besucher mit einer Live-Band unterhalten, während im HirschBARk zu der Musik vom hochkarätigen DJ Dave D! die Hufe geschwungen wurden. Um 00:00 Uhr wurde auf einen weiteren Geburtstagshirsch aus den eigenen Reihen getrunken. Rogger Stifu durfte seinen 33. Geburtstag feiern, auf den er mit einem geliebten Shötli mit seiner Hirschdame sowie seiner Shotbarcrew anstiess.
guuggair 2016 56 20160212 1926061986In der Nagubar hiess es ab diesem Zeitpunkt: Antraben zu den legendären stündlichen Gruppenfotos! Unser eingespieltes Nagubarteam lief auf Hochtouren und während in den anderen Lokalitäten die Türen langsam geschlossen wurden, fing die Party in der Nagubar erst richtig an. Nach dem Aufräumen stiessen einige Gosler zu einem Schlummertrunk auch noch zur Partymeute. Während die müden Gosler spätestens dann aber den Heimweg antraten, feierten einige wilde Fasnächtler noch bis zum Sonnenaufgang weiter.

Güüdismäntig - Die Fasnacht neigt sich dem Ende zu

Der Montag durften die Hirsche nach einem langen Arbeitsabend ausschlafen, bevor die Aufräumarbeiten los gingen.

Nachdem alle geschminkt waren, führte der Hirschtransporter zum Paraplegikerzentrum in Nottwil, wo nach dem Auftritt bei Wein und Verpflegung die ersten Ideen für das nächstjährige Motto aufgeschrieben wurden. Wobei die Ideen mit der ansteigende Menge des Weins immer besser und ausgefallener wurde.
Wir sind alle gespannt, als was die Gosler nächstes Jahr unterwegs sind.

Nach dem Auftritt in Nottwil ging die Fahrt weiter ins altbekannte Geuensee.
Die Hirsche waren bis zum Auftritt auf dem ganzen Festgelände trinkend, jassend, tanzend oder eine Kombination von allem anzutreffen.
Einige Hirsche genehmigten sich eine Rondelle nach der anderen, wobei andere Weisswein Flaschen leerten.
Um 23.00 Uhr standen dann alle Hirsche auf der Bühne und begeisterten das Publikum.
Nach dem Auftritt knüpften viele dort an, wo sie aufgehört hatten.
Um 02.00 stand der Hirschtransporter bereit um die bereits müden Hirsche zurück nach Oberkirch zu fahren. Der Grossteil der Herde feierte jedoch noch weiter, bis die Gosler wie die Jahre zuvor zu den letzten Partybesucher zählten und fortgeschickt wurden.
Ein paar durstige Hirschdamen profitierten vom Milchautomaten auf dem Heimweg, den sie zu Fuss antraten.
Des Hungerswilen versuchte ein Hirsch zu Hause noch ein Spaghetti-Mitternachtssnack, wobei die Müdigkeit siegte und eine neue Pfanne die Konsequenz war.

Güüdisziischtig - Der Hirschpark schliesst seine Tore

Am letzten Fasnachtstag trafen sich die Hirsche kurz vor dem Mittag um ihre Geweihe ein letztes Mal polieren zu lassen.

Danach wurde uns in unserem Stammlokal ein feines Mittagessen zur Stärkung serviert – vielen Dank an Ali und sein Team für die tolle Unterstützung während der ganzen (Vor)Fasnachtszeit.

Am Nachmittag stand der traditionelle Umzug der Zunft von Sursee auf dem Programm. Obwohl das Wetter nicht optimal mitspielte, zog die ganze Herde zusammen durch Städtchen, wo anschliessend verschiedene Platzkonzerte gespielt wurden.

umzug boegverbroenne 2016 1 20160212 1889139440Die letzten Lieder der Saison wurden beim Böögverbrönne zum Besten gegeben.
Als der Böög schliesslich niedergebrannt war, gab es einige, die sich nur schweren Herzens damit abfinden konnten, dass die Fasnacht 2016 bereits wieder fertig war.
Danach waren die Hirsche zuerst verstreut unterwegs, wobei eine kleine Gruppe sich noch eine kleine, selbstmitgebrachte Fonduerunde im Festzelt gönnte.
Um den Park gebührend zu schliessen, trank der Grossteil der Herde die letzten paar Biere zusammen und redeten, lachen und sangen.
Ein übermütiger Hirsch des Sonnensystems übernahm sich bei einem Liter Bier und verbrachte den Rest des Abends schlafend am Tisch. Die Hirschdame Ronika Mogger leistete ihm dabei Gesellschaft.
Zum Schluss der Fasnacht tauchten schliesslich noch zwei Hirtinnen auf, bevor die Hirsche sich ein für allemal in ihren Park zurück zu ziehen und ihre Geweihe niederlegten.

Die Soorengosler Oberkirch durften mit dem Motto Hirschpark eine rüüdige Fasnacht geniessen und werden sich noch lange daran erinnern.